Der Berg ruft Zürs.

Heute 24/Oct/17

Bergbahnen und Pisten

Gut, dass wir etwas gemeinsam haben: Wir wissen, was exklusiver Skiurlaub ist.

Hexenboden, Madloch, Muggengrat, Trittkopf. So heißt in Zürs das Quartett des alpinen Skilaufs. Sie markieren die vier geografischen Startpunkte für allerschönste Skiabfahrten.

Die Hochebene, über die der Flexenpass nach Zürs führt, und Zürs selbst sind nach Westen und Osten begrenzt durch Gebirgsformationen, die in einzigartigerweise dem alpinen Skisport dienen können.

Im Westen beginnt die Gebirgskette mit der Großen Grubenspitze und führt von dem Großen Grätligrat zur Flexenspitze und der Vorderen und Hinteren Hasenfluh, die den Ort westlich überragen. Weiter zieht sich die Formation zum Madloch Joch und schließlich zum Omeshorn, der nordwestlich nach Zug abfällt.

Im Osten wird Zürs von der Formation begrenzt, die vom Trittkopf, der höchsten Erhebung von Zürs, über den Hexenboden bis zur Rüflikopfspitze reicht, die nach Lech abfällt.

1 / 1 Mit dem Skilift ins Skivergnügen

Übungslift

Die erste Bergbahn in Zürs, zugleich die erste in ganz Österreich, entstand im Jahr 1937.Der Schlepplift führte vom heutigen Skischulsammelplatz links am Hotel Flexen hoch zum Ausstieg des heutigen Übungsgeländes „Kleine Valluga“. Dieser Lift konnte anfänglich 150 Personen pro Stunde befördern. Noch heute erschließt der Übungslift allen, die das Skifahren erlernen wollen, leichte bis sogar ein bis zwei mittelschwere, aber nicht allzu lange Hänge.

Links von der Ortsmitte nach Westen hoch zum Zürser See führt die Zürserseebahn, die nur zwei Jahre später als der erste Lift Österreichs im Jahr 1939 errichtet wurde, und die 1956 durch die Seekopfbahn ergänzt wurde, um mehr Skifahrer in kürzerer Zeit transportieren zu können.

Madloch

Eine der schönsten Tourenabfahrten in den Alpen beginnt am Madloch Joch und führt nach Zug. Bis 1954 mussten Skifahrer vom Zürsersee selbst aufsteigen; dann endlich wurde zunächst ein Einsessellift gebaut, der später von einem Doppelsessellift abgelöst wurde.

Zürs Tourismus Muggengrat

Muggengrat

Seit 1974 führt eine Bergbahn vom Zürser See hoch zu einem Grat südwestlich, der nach „Muggen“ benannt wurde. Gemeint ist mit dem seltsamen Namen zu Haufen geschichtetes Heu. Vom Muggengrat führen die wahrscheinlich schönsten Abfahrten von Zürs zurück zum Ortsanfang von Zürs. Die präparierte Piste reicht nach Südwesten und umrundet zur Hälfte den Hinteren Hasenfluh, auch links und rechts entlang der Piste lassen sich mit Skiführern Ziehwege und dann freie Abfahrten zurück nach Zürs finden. Spektakuläre Sicht bietet die Umrundung der Vorderen Hasenfluh, die nach linkem Ausstieg aus der Bergstation beginnt und entlang des Hangs über den Gebirgssattel hinunter in die Hasenfluhscharte führt und schließlich im Ort endet.

Hexenboden

Eher blaue und einige rote Pisten erwarten die Skiläufer am Hexenboden, zu dem in der Vergangenheit mehrfach die Bergbahnen erneuert wurden. Seit 2005 fährt ein 6er-Sessellift ohne Unterbrechung zur Bergstation. Auf halber Strecke zurück zum Ortszentrum liegt die Berghütte Trittalpe, die nachmittags noch länger die untergehende Sonne erlebt und Àpres-Ski am Ende eines intensiven und schönen Skitages bietet.

Flexenbahn

Kurz vor Weihnachten 2016 wird die neue Flexenbahn eröffnet und damit der Ring der Skigebiete am Arlberg geschlossen. Erstmals ist eine Verbindung für alle Skifahrer von Zürs zu den Skigebieten in Stuben, St. Christoph und St. Anton und zurück und so das größte zusammenhängende Skigebiet Österreichs entstanden. Damit hat sich der Traum von Sepp Bildstein erfüllt, dem Erbauer des ersten Skilifts in Zürs, der auch schon das Gerüst des heutigen Skigebiets Zürs-Lech geschaffen hatte.

Auf Ski war Zürs bislang nur von St. Anton / St. Christoph über die Valluga erreichbar, eine der steilsten Abfahrten in den Alpen, die selbst geübten Fahrern nur in Begleitung eines Skilehrers bei gutem Wetter offen steht.

Mit der Eröffnung der Flexenbahn rückt Zürs in das Zentrum des gesamten Skigebietes. Schon die Anbindung über das Madloch und Zug bis Lech und weiter bis Warth, das im Winter 2013/2014 an Lech angebunden worden war, erschließt nach Norden ein weitreichendes Skiareal. Nun steht auch die Verbindung nach Süden bis St. Christoph, Stuben oder St. Anton.

Gebaut wurden gleich zwei neue Verbindungen. Die Trittkopfbahn I führt zu einer Zwischenstation auf halben Bergsattel oberhalb des Flexenpass. Von dort können die Skifahrer umsteigen und zur neuen Bergstation der Trittkopfbahn II fahren oder mit der ebenfalls neuen Albonabahn II nach Alpe Rauz gelangen und dort in das Skigebiet von St. Christoph und St. Anton einsteigen.

Fakten Flexenbahn

Eröffnung: Winter 2016/17
Länge: 1,8 Kilometer
Seehöhe, Tal: 1.665 Meter
Seehöhe, Berg: 2.227 Meter
Höhenunterschied: 562 Meter
Seilbahntyp: 10er-Einseil-Umlaufbahn
Beförderungskapazität: 2.400 Personen/Stunde

Zürs Tourismus | Neue Verbindung der Flexenbahn Panoramaansicht

Fakten Trittkopfbahn I

Eröffnung: Winter 2016/17
Länge: 1,9 Kilometer

Seehöhe, Tal: 1.724 Meter
Seehöhe, Berg: 2.227 Meter

Höhenunterschied: 503 Meter
Seilbahntyp: 10er-Einseil-Umlaufbahn
Beförderungskapazität: 2.400 Personen/Stunde

Fakten Trittkopfbahn II

Eröffnung: Winter 2016/17
Länge: 0,9 Kilometer
Seehöhe, Tal: 2.227 Meter
Seehöhe, Berg: 2.420 Meter 


Höhenunterschied: 193 Meter
Seilbahntyp: 10er-Einseil-Umlaufbahn
Beförderungskapazität: 1.200 Personen/Stunde

Fakten Albonabahn II

Eröffnung: Winter 2016/17
Länge: 2 Kilometer
Seehöhe, Tal: 1.642 Meter
Seehöhe, Berg: 2.320 Meter 


Höhenunterschied: 678 Meter
Seilbahntyp: 10er-Einseil-Umlaufbahn
Beförderungskapazität: 2.000 Personen/Stunde

Der Weiße Ring

Schon als er das Skigebiet Zürs-Lech in seinen Grundzügen konzipierte und nachdem er gerade den ersten Skilift Österreichs erbaut hatte, träumte der Ingenieur Sepp Bildstein von einer Verbindung auf Skiern von Zürs nach Lech und retour. Mit dem Bau der Bergbahn zum Madloch Joch 1956 erfüllte sich dieser Traum. Parallel entstanden in Lech die Rüfikopfbahn sowie der Trittalp-Schlepplift. Der Weiße Ring war geboren.

Seit mehr als einem halben Jahrhundert gilt die 22 Kilometer lange Skirunde, auf der knapp 5.500 Meter Höhendifferenz bewältigt werden müssen, mit ihren traumhaften Panoramablicken als die längste und vielleicht schönste der Welt.

Der Weiße Ring ist so zugleich eine Herausforderung. Seit 2005 gehört „Der Weiße Ring – das Rennen“ fest zum Programm des Zürser und Arlberger Ski-Winters. Besonders begehrt sind die 1.000 Startplätze.

Ski-Profis und Amateure fahren die Runde unter Hochdruck, die sonst jeder Urlauber und Skifahrer am Arlberg in seinem Tagesprogramm haben sollte. Vom Rüfikopf oberhalb von Lech starten die Fahrer in 20er-Gruppen in Rich-tung Zürs. Über Seekopf und Madloch geht es hinauf zum Kriegerhorn. Das Ziel des Rennens ist Lech. Die besten bewältigen die Runde in etwa einer Stunde.

Zürs Tourismus | Der Weiße Ring